SaaS & Software verständlich erklären: Erklärvideos für IT

SaaS & Software verständlich erklären: Erklärvideos für IT

Software kann unglaublich leistungsfähig sein und trotzdem potenzielle Kunden verlieren, wenn innerhalb weniger Sekunden nicht klar wird, welchen konkreten Nutzen sie bietet. Genau vor dieser Herausforderung stehen viele SaaS-Anbieter und IT-Unternehmen. Funktionen, Schnittstellen, Automatisierungen, Workflows und technische Besonderheiten lassen sich entwickeln. Sie verständlich und überzeugend zu kommunizieren, ist häufig deutlich schwieriger.

Ein Erklärvideo für Software setzt genau hier an. Statt Interessenten mit langen Funktionslisten, Screenshots oder technischen Beschreibungen zu überfordern, zeigt ein gutes Video das eigentliche Problem, präsentiert die Software als Lösung und macht ihren Nutzen visuell erlebbar. In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, warum gerade SaaS- und Softwareunternehmen auf Erklärvideos setzen, wie ein gutes Software-Erklärvideo aufgebaut sein sollte, wo es eingesetzt werden kann und warum weniger technische Details häufig zu mehr Verständnis führen.


Warum SaaS und Software oft schwer zu erklären sind

Bei einem physischen Produkt ist vieles sofort sichtbar. Ein Interessent sieht das Produkt, erkennt seine Form und kann sich häufig bereits vorstellen, wofür es verwendet wird. Bei Software ist das anders. Der eigentliche Wert steckt oft in Prozessen, Automatisierungen, Datenflüssen oder Funktionen, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Softwareunternehmen kennen ihr eigenes Produkt sehr genau. Begriffe, Funktionen und Abläufe, die intern selbstverständlich erscheinen, können für einen neuen Interessenten vollkommen unbekannt sein. Dadurch entstehen Produktseiten, auf denen zwar technisch korrekt erklärt wird, was eine Software kann aber nicht unbedingt, warum ein potenzieller Kunde sie braucht.

Genau deshalb sollte gute Softwarekommunikation nicht mit der Frage beginnen: Welche Funktionen besitzt unsere Software? Die wichtigere Frage lautet: Welches Problem lösen wir für unseren Kunden?


Ein typisches Problem vieler Software-Websites

Stellen Sie sich vor, ein potenzieller Kunde besucht die Website eines SaaS-Anbieters. Auf der Startseite liest er Begriffe wie Workflow-Automatisierung, API-Integration, intelligentes Reporting, rollenbasierte Benutzerverwaltung und zentrale Datenplattform. Für das Entwicklerteam sind diese Funktionen vollkommen klar. Der Besucher fragt sich möglicherweise trotzdem: Was bringt mir das konkret?

Genau an diesem Punkt entscheidet sich häufig, ob ein Interessent weiterliest oder die Website wieder verlässt. Ein Erklärvideo kann diese Lücke schließen. Es übersetzt Funktionen in konkrete Situationen und zeigt nicht nur, was eine Software kann, sondern warum diese Funktionen für den Kunden relevant sind.


Was ist ein Software-Erklärvideo?

Ein Software-Erklärvideo ist ein kurzes Video, das eine Softwarelösung, eine SaaS-Plattform oder einen digitalen Prozess verständlich und visuell erklärt. Dabei muss nicht zwangsläufig die komplette Benutzeroberfläche gezeigt werden. Viel wichtiger ist, dass der Zuschauer das grundlegende Problem, die Lösung und den Nutzen versteht.

Ein professionelles Software-Erklärvideo kann beispielsweise zeigen:

  • welches Problem die Zielgruppe im Arbeitsalltag hat

  • wie die Software dieses Problem löst

  • welche Abläufe dadurch einfacher werden

  • welche Zeit oder Ressourcen eingespart werden können

  • wie verschiedene Funktionen zusammenspielen

  • welchen konkreten Mehrwert die Software bietet

  • wie der nächste Schritt für den Interessenten aussieht

Das Ziel ist nicht, jede Funktion innerhalb von 90 Sekunden zu erklären. Das Ziel ist, beim Zuschauer den Moment zu erzeugen, in dem er versteht: Genau dafür könnte ich diese Software gebrauchen.


Warum IT-Unternehmen auf Erklärvideos setzen

IT-Unternehmen verkaufen häufig Produkte, deren Wert nicht sofort sichtbar ist. Genau deshalb eignen sich Erklärvideos besonders gut für SaaS, Software und digitale Plattformen. Sie können abstrakte Prozesse sichtbar machen und komplexe Zusammenhänge auf eine verständliche Geschichte reduzieren.

Ein gutes Erklärvideo kann dabei mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen:

  • Software verständlicher präsentieren

  • Aufmerksamkeit auf der Website gewinnen

  • den Nutzen schneller kommunizieren

  • Vertrauen in das Unternehmen aufbauen

  • Vertriebsgespräche vorbereiten

  • komplexe Funktionen visualisieren

  • Interessenten zu einer Demo oder Anfrage führen

Damit wird das Erklärvideo nicht nur zu einem Marketingvideo, sondern zu einem Kommunikationswerkzeug, das Marketing und Vertrieb gleichzeitig unterstützen kann.


Software erklären: Nicht die Funktion, sondern den Nutzen zeigen

Einer der häufigsten Fehler bei der Präsentation von Software besteht darin, zu früh über Funktionen zu sprechen. Ein potenzieller Kunde interessiert sich zunächst meist weniger dafür, wie eine Funktion technisch umgesetzt wurde. Er möchte wissen, welches Problem sie für ihn löst.

Ein einfaches Beispiel

Eine Software bietet eine automatische Dokumentenerstellung. Technisch könnte das Unternehmen erklären, dass Dokumente anhand hinterlegter Datensätze dynamisch generiert werden. Für den Kunden ist eine andere Botschaft möglicherweise wesentlich interessanter: „Erstellen Sie wiederkehrende Dokumente automatisch und sparen Sie Ihrem Team jeden Monat viele Stunden manueller Arbeit.“

Beides beschreibt dieselbe Funktion. Die zweite Formulierung übersetzt sie jedoch in einen konkreten Nutzen.

Ein Erklärvideo kann diesen Unterschied zusätzlich sichtbar machen. Zunächst sieht der Zuschauer beispielsweise einen Mitarbeiter, der Dokumente manuell erstellt, Daten kopiert und immer wieder dieselben Arbeitsschritte ausführt. Anschließend wird gezeigt, wie die Software den Prozess automatisiert. Der Nutzen muss dadurch nicht lange erklärt werden, der Zuschauer sieht ihn.


 

Software einfach mit einem Erklärvideo erklärt - Beispiele ansehen

 

Warum Storytelling bei Software besonders wichtig ist

Software besteht aus Funktionen. Menschen denken jedoch in Situationen und Geschichten. Genau deshalb kann Storytelling bei erklärungsbedürftigen IT-Produkten besonders wirkungsvoll sein.

Eine typische Geschichte für ein SaaS-Erklärvideo könnte beispielsweise so aufgebaut sein:

  1. Eine Person oder ein Unternehmen hat ein konkretes Problem.

  2. Der bisherige Prozess kostet Zeit, Geld oder Nerven.

  3. Die Software wird als Lösung eingeführt.

  4. Der neue Ablauf wird visuell gezeigt.

  5. Der konkrete Nutzen wird sichtbar.

  6. Der Zuschauer wird zu einer Demo, Anfrage oder Registrierung geführt.

Dadurch wird aus einer abstrakten Softwarelösung eine nachvollziehbare Geschichte. Der Interessent erkennt sich im besten Fall selbst in der Ausgangssituation wieder.


SaaS-Erklärvideo statt langer Feature-Liste

Feature-Listen haben ihre Berechtigung. Wer sich bereits intensiv mit einer Software beschäftigt, möchte irgendwann wissen, welche Funktionen enthalten sind. Für den ersten Kontakt sind umfangreiche Listen jedoch häufig zu viel.

Ein SaaS-Erklärvideo kann die wichtigsten Informationen priorisieren. Statt zehn Module nacheinander aufzuzählen, konzentriert sich das Video auf die entscheidende Transformation: Wie sieht der Arbeitsalltag vor der Software aus – und wie sieht er danach aus?

Die detaillierten Funktionen können anschließend auf der Website, in einer Produktdemo, im Vertriebsgespräch oder in separaten Videos erklärt werden. Das Hauptvideo muss nicht alles erklären. Es muss Interesse und Verständnis erzeugen.


Erklärvideo oder Software-Demo: Was ist besser?

Erklärvideo und Software-Demo erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten deshalb nicht miteinander verwechselt werden.

Das Erklärvideo beantwortet vor allem:

  • Warum brauche ich diese Software?

  • Welches Problem löst sie?

  • Für wen ist sie gedacht?

  • Welchen Nutzen bietet sie?

Die Software-Demo beantwortet dagegen:

  • Wie funktioniert die Software konkret?

  • Wo finde ich bestimmte Funktionen?

  • Wie sieht die Benutzeroberfläche aus?

  • Wie läuft ein bestimmter Prozess im System ab?

Für viele SaaS-Unternehmen ist deshalb die Kombination besonders sinnvoll: Das Erklärvideo erzeugt Interesse und vermittelt den Nutzen. Die anschließende Produktdemo liefert die notwendigen Details für Interessenten, die bereits tiefer in die Kaufentscheidung eingestiegen sind.


Warum reine Bildschirmaufnahmen oft nicht ausreichen

Eine Bildschirmaufnahme kann hervorragend zeigen, wie eine Software funktioniert. Sie beantwortet aber nicht automatisch die Frage, warum sich ein Interessent überhaupt damit beschäftigen sollte. Wer eine komplexe Benutzeroberfläche ohne Kontext sieht, muss selbst herausfinden, welche Funktionen wichtig sind.

Ein gutes Software-Erklärvideo führt den Zuschauer dagegen gezielt durch die Botschaft. Die Benutzeroberfläche kann dabei Bestandteil des Videos sein, muss aber nicht das gesamte Video dominieren. Je nach Produkt können reale Screens, vereinfachte UI-Animationen, Charaktere, Prozessgrafiken, Datenflüsse und cinematische Szenen miteinander kombiniert werden.

Dadurch wird aus einer technischen Demonstration eine verständliche Produktgeschichte.


Wie ein gutes SaaS-Erklärvideo aufgebaut ist

Es gibt keine Vorlage, die für jede Software funktioniert. Trotzdem haben viele erfolgreiche Erklärvideos einen ähnlichen dramaturgischen Aufbau.

1. Aufmerksamkeit gewinnen

Die ersten Sekunden entscheiden darüber, ob jemand weiterschaut. Deshalb sollte das Video nicht mit einer langen Unternehmensvorstellung beginnen, sondern mit einem Problem oder einer Situation, die für die Zielgruppe relevant ist.

2. Problem konkret machen

Der Zuschauer sollte erkennen, dass das Unternehmen seinen Arbeitsalltag versteht. Das Problem muss dabei nicht dramatisiert werden. Oft reicht eine vertraute Situation: zu viele Excel-Listen, manuelle Prozesse, fehlende Übersicht, doppelte Dateneingaben oder komplizierte Abstimmungen.

3. Software als Lösung einführen

Erst jetzt wird die Software präsentiert. Entscheidend ist, nicht sofort in eine lange Funktionsliste zu wechseln, sondern zu zeigen, wie sich die vorher dargestellte Situation verbessert.

4. Die wichtigsten Vorteile visualisieren

Nun können zwei oder drei zentrale Funktionen gezeigt werden. Jede Funktion sollte unmittelbar mit einem Nutzen verbunden sein.

5. Ergebnis zeigen

Was hat sich verändert? Arbeitet das Team schneller? Gibt es mehr Übersicht? Werden Fehler reduziert? Ist ein Prozess einfacher geworden? Dieses Ergebnis sollte visuell und sprachlich klar erkennbar sein.

6. Mit einem klaren Call-to-Action abschließen

Am Ende sollte der Zuschauer wissen, was er als Nächstes tun kann. Je nach Geschäftsmodell kann das beispielsweise „Demo vereinbaren“, „Kostenlos testen“, „Beratung anfragen“ oder „Mehr erfahren“ sein.


Wie lang sollte ein Erklärvideo für Software sein?

Für ein zentrales Marketing- oder Website-Video sind häufig etwa 60 bis 120 Sekunden sinnvoll. Innerhalb dieser Zeit lässt sich ein Problem darstellen, die Software als Lösung präsentieren und der wichtigste Nutzen erklären, ohne den Zuschauer mit Details zu überladen.

Die ideale Länge hängt jedoch vom Einsatzzweck ab. Ein kurzer Social-Media-Clip kann bereits nach 20 oder 30 Sekunden enden. Eine detaillierte Produktvorstellung oder ein Schulungsvideo darf deutlich länger sein.

Wichtiger als eine bestimmte Sekundenanzahl ist deshalb die Frage: Wie lange brauchen wir wirklich, um diese eine Botschaft verständlich zu vermitteln?


Welche Inhalte gehören in ein Software-Erklärvideo?

Vor der Produktion sollte festgelegt werden, welche Informationen für die Kaufentscheidung wirklich relevant sind. Häufig gehören dazu:

  • das zentrale Problem der Zielgruppe

  • die bisherige Situation ohne die Software

  • die grundlegende Funktionsweise der Lösung

  • zwei bis drei besonders relevante Funktionen

  • der daraus entstehende Kundennutzen

  • ein konkreter Anwendungsfall

  • ein klarer nächster Schritt

Was meistens nicht in das Hauptvideo gehört, ist eine vollständige Erklärung jedes Menüpunkts. Dafür eignen sich ergänzende Produktvideos, Tutorials oder eine persönliche Demo wesentlich besser.


Erklärvideo für SaaS auf der Website einsetzen

Die eigene Website gehört zu den wichtigsten Einsatzorten eines Software-Erklärvideos. Gerade auf Startseiten und Produktseiten müssen Besucher schnell verstehen, was eine Lösung bietet.

Das Video kann beispielsweise direkt im sichtbaren oberen Bereich der Seite, unter der zentralen Produktbotschaft oder innerhalb eines eigenen Produktabschnitts eingebunden werden. Wichtig ist, dass das Video nicht irgendwo zwischen vielen anderen Inhalten verschwindet.

Ein guter Aufbau kann beispielsweise aus einer klaren Headline, einem kurzen Nutzenversprechen, dem Erklärvideo und einem unmittelbar anschließenden Call-to-Action bestehen. So wird der Besucher vom ersten Interesse bis zur gewünschten Handlung geführt.


 

Software einfach mit einem Erklärvideo erklärt - Beispiele ansehen

Software-Erklärvideos im Vertrieb

Auch im B2B-Vertrieb können Erklärvideos einen großen Vorteil bieten. Vertriebsteams erklären häufig in jedem Erstgespräch dieselben Grundlagen. Was macht die Software? Für wen ist sie geeignet? Welches Problem löst sie? Wie unterscheidet sie sich vom bisherigen Prozess?

Ein Erklärvideo kann einen Teil dieser Kommunikation bereits vor dem Gespräch übernehmen. Interessenten können das Video beispielsweise nach einer ersten Kontaktaufnahme erhalten oder vor einem Demo-Termin ansehen. Dadurch beginnt das eigentliche Gespräch auf einem höheren Informationsniveau.

Der Vertrieb muss weniger Grundlagen erklären und kann sich stärker auf individuelle Fragen, Anforderungen und den konkreten Anwendungsfall konzentrieren.


SaaS-Erklärvideos für LinkedIn und Social Media

Software-Erklärvideos müssen nicht ausschließlich auf der eigenen Website eingesetzt werden. Aus einem größeren Erklärvideo können auch kurze Versionen für LinkedIn, YouTube, Instagram oder andere Plattformen entstehen.

Gerade für B2B-SaaS können kurze Videos einzelne Probleme oder Funktionen herausgreifen. Statt das komplette Produkt in jedem Beitrag vorzustellen, lässt sich beispielsweise eine typische Herausforderung der Zielgruppe innerhalb von 30 Sekunden erklären und anschließend zeigen, wie die Software sie löst.

So kann aus einer einzigen Videoproduktion Content für unterschiedliche Phasen der Customer Journey entstehen.


Erklärvideos für Software auf Messen und Events

Auf einer Messe hat ein Softwareunternehmen ein ähnliches Problem wie online: Besucher müssen innerhalb kürzester Zeit verstehen, worum es geht. Lange Produktbeschreibungen funktionieren in einer hektischen Messeumgebung kaum.

Ein visuell starkes Erklärvideo kann Aufmerksamkeit erzeugen und die Kernbotschaft auch dann vermitteln, wenn gerade kein Vertriebsmitarbeiter frei ist. Für diesen Einsatz sollte bereits bei der Produktion berücksichtigt werden, dass ein Messevideo möglicherweise zeitweise ohne Ton gesehen wird. Klare visuelle Abläufe und kurze Texteinblendungen können deshalb besonders wichtig sein.


Erklärvideos für Onboarding und Kundenschulung

Nach dem Verkauf endet der Erklärbedarf einer Software nicht. Im Gegenteil: Gerade komplexe Plattformen müssen neue Nutzer häufig zunächst verstehen lernen.

Erklärvideos können deshalb auch für das Kunden-Onboarding eingesetzt werden. Einzelne Videos können beispielsweise erklären:

  • wie die ersten Schritte im System funktionieren

  • wie bestimmte Funktionen genutzt werden

  • wie typische Workflows aufgebaut sind

  • welche Einstellungen vorgenommen werden sollten

  • wie unterschiedliche Benutzerrollen funktionieren

Damit können Support und Customer Success entlastet werden, während Kunden jederzeit auf die Erklärungen zugreifen können.


Welche Software eignet sich besonders für ein Erklärvideo?

Grundsätzlich kann nahezu jede Software von visueller Kommunikation profitieren. Besonders sinnvoll ist ein Erklärvideo jedoch bei Produkten, deren Nutzen nicht unmittelbar anhand eines Screenshots erkennbar ist.

Dazu gehören beispielsweise:

  • HR-Software

  • CRM-Systeme

  • ERP-Lösungen

  • Projektmanagement-Software

  • Compliance-Software

  • Cybersecurity-Lösungen

  • FinTech-Software

  • Bildungssoftware

  • Dokumentenmanagement-Systeme

  • Automatisierungsplattformen

  • Logistik-Software

  • KI- und Datenlösungen

Je abstrakter der Nutzen und je komplexer der Prozess, desto stärker kann eine gute Visualisierung dabei helfen, das Produkt verständlich zu machen.


B2B-Software erklären: Andere Zielgruppe, andere Kommunikation

Bei B2B-Software reicht es selten aus, lediglich Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Kaufentscheidung kann mehrere Personen betreffen: Geschäftsführung, Fachabteilung, IT, Einkauf oder Datenschutz können jeweils andere Fragen haben.

Ein Haupt-Erklärvideo sollte deshalb nicht versuchen, sämtliche Detailfragen aller Beteiligten zu beantworten. Seine Aufgabe besteht vielmehr darin, einen gemeinsamen Ausgangspunkt zu schaffen: Welches geschäftliche Problem besteht und welchen Mehrwert bietet die Software?

Für spezifische Entscheider können anschließend zusätzliche Inhalte entwickelt werden. Ein technisches Video kann Integrationen und Sicherheit erklären, während ein Vertriebsvideo stärker auf Effizienz, Kosten und Ergebnisse eingeht.


Die größten Fehler bei SaaS-Erklärvideos

Zu viele Funktionen in zu kurzer Zeit

Wenn innerhalb von 90 Sekunden zwölf Funktionen vorgestellt werden, bleibt häufig keine davon wirklich im Gedächtnis. Besser ist es, die wichtigsten Vorteile auszuwählen.

Zu viel Fachsprache

Technische Begriffe können notwendig sein, sollten aber nur verwendet werden, wenn die Zielgruppe sie versteht. Ein Erklärvideo ist kein internes Entwicklermeeting.

Die Software steht vor dem Problem

Wenn das Video direkt mit „Unsere Plattform bietet ...“ beginnt, fehlt häufig der Bezug zur Lebensrealität des Zuschauers. Ein relevantes Problem ist meist der stärkere Einstieg.

Nur die Benutzeroberfläche zeigen

Eine schöne Benutzeroberfläche ist kein Nutzenversprechen. Screens können wichtig sein, sollten aber in eine verständliche Geschichte eingebettet werden.

Kein klarer Call-to-Action

Wenn das Video überzeugt, sollte der Zuschauer nicht selbst überlegen müssen, was er jetzt tun soll. Der nächste Schritt muss eindeutig sein.


Animation oder klassische Videoproduktion für Software?

Für SaaS und Software bietet Animation einen entscheidenden Vorteil: Sie kann Dinge zeigen, die sich mit einer Kamera kaum filmen lassen. Datenströme, automatisierte Prozesse, Schnittstellen, digitale Workflows oder abstrakte Zusammenhänge können visuell dargestellt werden.

Auch die Software selbst kann in eine größere Geschichte integriert werden. Ein Charakter erlebt zunächst ein Problem, die Plattform wird eingeführt und anschließend wird sichtbar, wie sich der Arbeitsablauf verändert.

Ein klassischer Videodreh kann dagegen sinnvoll sein, wenn reale Mitarbeiter, Kunden oder Unternehmensstandorte im Mittelpunkt stehen sollen. In manchen Fällen kann auch eine Kombination aus realem Material, UI-Elementen und Animation funktionieren.


Warum cinematische Erklärvideos für Software interessant sind

Gerade Softwareunternehmen stehen häufig vor einem weiteren Problem: Viele Produkte sehen in der Kommunikation ähnlich aus. Eine Benutzeroberfläche, einige Icons, ein Dashboard und ein paar Screenshots reichen nicht immer aus, um eine starke Markenwahrnehmung aufzubauen.

Cinematische Animationen können aus einer technischen Lösung eine visuelle Geschichte machen. Statt ausschließlich Menüs und Funktionen zu zeigen, können Situationen, Personen und Ergebnisse inszeniert werden. Das Produkt bekommt dadurch einen Kontext und die Marke einen eigenen visuellen Charakter.

Das ist besonders interessant für SaaS-Unternehmen, die sich hochwertig positionieren, auf einer Messe auffallen, Social-Media-Kampagnen durchführen oder eine komplexe Lösung emotionaler präsentieren möchten.


Was kostet ein Erklärvideo für Software?

Die Kosten eines Software-Erklärvideos hängen stark vom gewünschten Umfang und Stil ab. Eine einfache Darstellung mit reduzierten Grafiken ist weniger aufwendig als eine individuell entwickelte cinematische Animation mit Charakteren, Interface-Animationen und mehreren Szenen.

Zu den wichtigsten Kostenfaktoren gehören:

  • Länge des Videos

  • gewünschter Animationsstil

  • Komplexität der Software

  • individuelles Design

  • Drehbuch und Storytelling

  • Darstellung der Benutzeroberfläche

  • Sprecher und Sound

  • zusätzliche Formate für Social Media oder Messe

Wer genauer wissen möchte, wie sich die Preise zusammensetzen, findet in unserem ausführlichen Ratgeber zu den Erklärvideo Kosten weitere Informationen.


Wann lohnt sich ein Software-Erklärvideo wirtschaftlich?

Ob sich die Investition lohnt, hängt nicht nur vom Videopreis ab. Entscheidend ist, welchen wirtschaftlichen Wert ein besseres Verständnis des Produkts besitzt.

Ein Erklärvideo kann besonders interessant sein, wenn:

  • ein einzelner SaaS-Kunde einen hohen Customer Lifetime Value besitzt

  • viele Website-Besucher das Produkt zunächst nicht verstehen

  • der Vertrieb immer wieder dieselben Grundlagen erklären muss

  • viele Interessenten vor einer Produktdemo abspringen

  • eine Software auf Messen präsentiert wird

  • bezahlte Kampagnen auf eine Produkt-Landingpage führen

  • neue Nutzer regelmäßig geschult werden müssen

Bei hochpreisiger B2B-Software kann bereits ein zusätzlicher Kunde einen erheblichen Teil der Produktionskosten eines Videos ausgleichen. Deshalb sollte die Investition nicht nur anhand der Videolänge bewertet werden, sondern anhand der Frage, an wie vielen Stellen das Video Marketing, Vertrieb und Kundenkommunikation unterstützen kann.


 

Software einfach mit einem Erklärvideo erklärt - Beispiele ansehen

Wie misst man den Erfolg eines SaaS-Erklärvideos?

Ein professionelles Video sollte nicht nur gut aussehen. Unternehmen sollten vorher festlegen, welche Aufgabe es erfüllen soll. Nur dann lässt sich später beurteilen, ob es erfolgreich ist.

Je nach Einsatzbereich können unterschiedliche Kennzahlen relevant sein:

  • Wiedergaberate auf der Website

  • durchschnittliche Wiedergabedauer

  • Klicks auf „Demo vereinbaren“

  • Anzahl qualifizierter Leads

  • Conversion-Rate der Landingpage

  • Qualität der Vertriebsgespräche

  • Supportanfragen bei Onboarding-Videos

Wichtig ist dabei, nicht automatisch jede Veränderung einer einzelnen Kennzahl dem Video zuzuschreiben. Website-Traffic, Angebot, Zielgruppe und weitere Marketingmaßnahmen beeinflussen das Ergebnis ebenfalls. Sinnvoll ist deshalb ein Vergleich über einen ausreichenden Zeitraum oder bei genügend Traffic, ein strukturierter Test verschiedener Seitenvarianten.


Was sollte ein SaaS-Unternehmen vor der Produktion vorbereiten?

Je klarer die strategische Grundlage, desto besser kann ein Erklärvideo werden. Vor Projektbeginn sollten deshalb einige Fragen beantwortet werden:

  • Wer ist die wichtigste Zielgruppe?

  • Welches Problem beschäftigt diese Zielgruppe?

  • Was ist der größte Nutzen der Software?

  • Welche zwei oder drei Funktionen beweisen diesen Nutzen?

  • Was unterscheidet die Lösung von Alternativen?

  • Wo soll das Video eingesetzt werden?

  • Was soll der Zuschauer nach dem Video tun?

Diese Fragen sind häufig wichtiger als die Entscheidung, welche Animation zuerst zu sehen sein soll. Ein visuell beeindruckendes Video kann eine unklare Botschaft nicht reparieren.


Software-Erklärvideo erstellen lassen: Worauf sollte man achten?

Wer ein Erklärvideo erstellen lassen möchte, sollte bei der Auswahl eines Anbieters nicht ausschließlich auf den Animationsstil achten. Besonders bei SaaS muss die Agentur verstehen, wie technische Funktionen in verständlichen Kundennutzen übersetzt werden.

Wichtige Fragen bei der Auswahl sind:

  • Wird vor der Animation ein klares Konzept entwickelt?

  • Wer erstellt das Drehbuch?

  • Wird die Zielgruppe berücksichtigt?

  • Kann die Agentur komplexe Software verständlich reduzieren?

  • Wie individuell ist die visuelle Umsetzung?

  • Können Benutzeroberflächen sinnvoll integriert werden?

  • Sind Sprecher, Musik und Nutzungsrechte enthalten?

  • Können zusätzliche Versionen für Social Media oder Messen erstellt werden?

Ein gutes Software-Erklärvideo entsteht nicht dadurch, dass möglichst viele Funktionen animiert werden. Es entsteht durch die richtige Auswahl und Inszenierung der Informationen.


Erklärmedia: Hochwertige Erklärvideos für SaaS und Software

Bei Erklärmedia entwickeln wir Erklärvideos für Unternehmen, die komplexe Produkte, Dienstleistungen und Softwarelösungen verständlich und visuell überzeugend präsentieren möchten. Gerade bei SaaS geht es für uns nicht darum, eine Benutzeroberfläche einfach nur abzufilmen oder sämtliche Funktionen nacheinander aufzuzählen.

Wir entwickeln aus der zentralen Botschaft eine visuelle Geschichte. Von der Idee und dem Drehbuch über Animation und Sprecherstimme bis zum fertigen Film greifen die einzelnen Schritte ineinander. Je nach Projekt können Softwareoberflächen, Produkte, Personen und Prozesse in die Animation integriert und so dargestellt werden, dass nicht nur die Funktion, sondern vor allem der Nutzen verständlich wird.

Unser Ziel: Ein potenzieller Kunde soll nach dem Video nicht denken „Das sieht technisch interessant aus“, sondern „Jetzt verstehe ich, warum ich diese Lösung brauche.“

Wenn Sie Ihre SaaS-Lösung oder Software verständlicher präsentieren und aus einer komplexen Produktbeschreibung eine klare visuelle Geschichte machen möchten, können Sie sich gerne bei uns bei Erklärmedia - Die Erklärvideo Agentur unverbindlich über die Möglichkeiten eines individuellen Erklärvideos informieren.


FAQ: Erklärvideos für SaaS und Software

Was ist ein SaaS-Erklärvideo?

Ein SaaS-Erklärvideo präsentiert eine Software-as-a-Service-Lösung in kompakter und verständlicher Form. Es zeigt typischerweise das Problem der Zielgruppe, die Software als Lösung und den daraus entstehenden Nutzen.

Warum brauchen Softwareunternehmen Erklärvideos?

Softwareprodukte sind häufig erklärungsbedürftig. Ein Erklärvideo kann abstrakte Funktionen und digitale Prozesse visualisieren und Interessenten schneller vermitteln, welches Problem eine Software löst.

Wie kann man komplexe Software einfach erklären?

Komplexe Software sollte nicht mit sämtlichen Funktionen gleichzeitig erklärt werden. Sinnvoller ist es, mit einem konkreten Problem der Zielgruppe zu beginnen und anschließend nur die Funktionen zu zeigen, die für dessen Lösung entscheidend sind.

Wie lang sollte ein Software-Erklärvideo sein?

Für Marketing und Website sind häufig etwa 60 bis 120 Sekunden sinnvoll. Produktdemos, Tutorials und Schulungsvideos können je nach Inhalt deutlich länger sein.

Was ist der Unterschied zwischen Erklärvideo und Produktdemo?

Ein Erklärvideo vermittelt vor allem Problem, Lösung und Nutzen. Eine Produktdemo zeigt detaillierter, wie die Software bedient wird und wie einzelne Funktionen konkret funktionieren.

Sollte die Benutzeroberfläche im Erklärvideo gezeigt werden?

Das hängt vom Produkt ab. Reale oder vereinfachte Benutzeroberflächen können sinnvoll sein, wenn sie zum Verständnis beitragen. Sie sollten jedoch nicht die eigentliche Geschichte und den Kundennutzen ersetzen.

Kann ein SaaS-Erklärvideo auf einer Landingpage eingesetzt werden?

Ja. Gerade Landingpages eignen sich gut, weil ein Video Interessenten schnell einen Überblick über Problem, Lösung und Nutzen geben und anschließend zu einer Demo, Registrierung oder Anfrage führen kann.

Kann man ein Software-Erklärvideo auch für LinkedIn nutzen?

Ja. Neben dem Hauptvideo können kürzere Ausschnitte oder eigenständige Kurzversionen für LinkedIn und andere Social-Media-Plattformen produziert werden.

Eignen sich Erklärvideos auch für B2B-Software?

Ja. Gerade komplexe B2B-Software profitiert davon, wenn Prozesse, Automatisierungen und wirtschaftlicher Nutzen verständlich visualisiert werden.

Was kostet ein SaaS-Erklärvideo?

Der Preis hängt unter anderem von Länge, Stil, Individualität, Drehbuch, Animation, Sprecher und der gewünschten Darstellung der Software ab. Individuelle cinematische Produktionen sind aufwendiger als einfache Vorlagenvideos.

Kann ein Erklärvideo den Software-Vertrieb unterstützen?

Ja. Ein Erklärvideo kann Interessenten bereits vor einem Gespräch die wichtigsten Grundlagen vermitteln. Dadurch kann sich der Vertrieb im persönlichen Gespräch stärker auf individuelle Anforderungen und konkrete Fragen konzentrieren.

Für welche Softwarearten eignen sich Erklärvideos?

Erklärvideos eignen sich unter anderem für SaaS-Plattformen, HR-Software, CRM- und ERP-Systeme, Cybersecurity-Lösungen, FinTech, Bildungssoftware, Logistiksoftware, KI-Lösungen und andere erklärungsbedürftige digitale Produkte.


Fazit: Gute Software muss nicht kompliziert erklärt werden

Software darf technisch komplex sein. Ihre Kommunikation sollte es nicht sein. Gerade SaaS- und IT-Unternehmen stehen vor der Herausforderung, umfangreiche Funktionen auf eine Botschaft zu reduzieren, die potenzielle Kunden innerhalb kurzer Zeit verstehen.

Ein professionelles Erklärvideo kann dabei helfen, abstrakte Prozesse sichtbar zu machen, den wichtigsten Kundennutzen herauszuarbeiten und eine Software so zu präsentieren, dass Interessenten nicht erst zahlreiche Seiten lesen müssen, um ihren Wert zu erkennen. Besonders wirkungsvoll wird das Format, wenn nicht die Software selbst, sondern das Problem und die Veränderung für den Kunden im Mittelpunkt stehen.

Ob Website, Landingpage, Vertrieb, Messe, Social Media oder Kunden-Onboarding: Ein hochwertiges Software-Erklärvideo kann an vielen Kontaktpunkten eingesetzt werden und damit weit mehr sein als ein schönes Marketingvideo. Es kann zum zentralen Werkzeug werden, um ein komplexes digitales Produkt einfach, professionell und überzeugend zu erklären.

Daniel Hoeger
Geschrieben von

Daniel Hoeger

Gründer & Video-Director bei Erklärmedia

Daniel Hoeger ist Gründer von Erklärmedia und Experte für digitale Videokommunikation, visuelles Storytelling und Prozessoptimierung. Mit Erklärmedia hilft er Unternehmen dabei, komplexe Botschaften durch zielgerichtete Animationsfilme einfach und verständlich auf den Punkt zu bringen.

Wir erstellen Erklärfilme, die im Kopf bleiben.

Hochwertige Animationen für Unternehmen, die mehr als nur ein Standard-Erklärvideo wollen.

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